Alle zwei Monate organisiert der Kegelclub einen Wochenendausflug für alle Mitglieder. Es geht immer woanders hin, mal zum Wandern, mal zum Skifahren, mal zum Baden. Mal geht’s in einen Vergnügungspark und mal in ein interessantes Museum. Auch Flussfahrten mit einem Schiff haben wir schon unternommen, waren auf dem Oktoberfest in München, zum Striezelmarkt in Dresden und auf dem Freimarkt in Bremen. Der Kegelclub ist bei uns sozusagen ein kleines Reiseunternehmen, das allerdings keinen Gewinn macht, sondern nur zu seinem Vergnügen arbeitet.
Wohin die Wochenendtrips mit dem Kegelclub gehen wird im Groben immer schon auf unserer Neujahrsversammlung festgelegt. Und zwar ganz demokratisch. An alle Mitglieder und ihre Verwandten werden Wahlzettel ausgeteilt, auf denen so ungefähr 20 Reiseziele zur Auswahl stehen, auf denen sie dann 3 in der Wahlkabine hinter dem Raffrollo ankreuzen dürfen. Diejenigen mit den meisten Kreuzen werden dann ins Programm genommen. Wenn die Fahrten feststehen, können sich auch gleich die ersten Interessenten dafür anmelden.
Deshalb ist die Neujahrsversammlung des Kegelklubs für alle hier ein großes Ereignis, denn die Wochenendtrips sind bei allen sehr beliebt. Manchmal ist sogar das halbe Dorf unterwegs, wie letztens bei der Fahrt zum Oktoberfest. Die Kosten für die Reise muss natürlich jeder selber Tragen, denn der Kegelklub ist natürlich kein Wohlfahrtsverband. Doch im Verein zu Reisen ist natürlich viel günstiger als auf eigene Faust und macht auch viel mehr Spaß. Nur manchmal kann doch etwas dazwischen kommen, wie in diesem Jahr das Wetter. Eigentlich wollten wir am 2. Dezember zum Skifahren ins Erzgebirge, doch ohne Schnee geht das nicht. Trotzdem sind wir dorthin gefahren, denn hier gab‘s viele Handwerkskünste zu bewundern, wie Holzschnitzer, Glasbläser, Musikinstrumentenbauer sowie traditionelle und moderne Textil- und Faltstore Hersteller. Und da es in der Nähe unserer Unterkunft auch noch eine große Kegelbahn gab, war auch für genügend Bewegung gesorgt.