Seit einem Druckfehler auf meinem Trikot werde ich nur noch als Roschuby bezeichnet, sodass ich auch meinem privaten Blog diesen Namen gab. In diesem dreht sich alles um mein liebstes Hobby: das Kegeln, das absolut nichts mit Bowling zu tun hat und weit mehr ist als nur ein langweiliger Rentnersport!
Vor vielen Jahren, als ich noch ein kleiner Junge war, nahm mich meine Oma das erste Mal mit in den Kegelverein. „Gut Holz“ hieß es da und dann gingen die alten Männer und Frauen an die Bahnen und kegelten, was das Zeug hielt. Damals wusste ich noch nicht einmal, dass es sich dabei auch um eine Sportart handelte. Doch als ich dann das erste Mal selbst zur Kugel griff, drei Schritte setzte und die Kugel sanft in der Mitte ablegte, machte mir das viel Spaß, und ich wurde bald selbst Mitglied des Vereins. Manchmal war es zwar schon ein bisschen unschön, wenn sonst fast nur Senioren dabei waren. Aber das liegt sicher nur daran, dass junge Leute einfach nicht wissen, wie schön das klassische Kegeln sein kann und man nicht immer nur in modernen Hallen zu bunten Bowlingkugeln greifen muss. Natürlich sehen die gleichgroßen und gleichschweren braunen Kegelkugeln dagegen nicht sehr schön aus, wobei es mittlerweile allerdings auch farbige Exemplare gibt.
Grundsätzlich braucht man fürs Kegeln ein wenig Talent und Können. Wichtig ist (als Rechtshänder) drei Schritte zu machen, erst links, dann rechts, dann wieder links. Dann hockt man sich leicht und zielt nicht genau die Mitte der Kegel an, sondern leicht daneben. Denn nur, wenn die Kugel den ersten vorderen Kegel leicht von der Seite trifft, fallen anschließend auch alle anderen um. Trifft man diesen dagegen direkt in der Mitte, bleiben die Kegel an den Seiten stehen. Nachdem man sich gehockt und gezielt hat, legt man die Kugel sanft in der Mitte der Bahn ab und befördert sie mit Schwung nach vorne. Sie soll auf dem Boden rollen und nicht springen!
Ich könnte darüber noch stundenlang weiterschreiben, belasse es aber erst einmal bei dieser kurzen Einführung und lege Ihnen hiermit ans Herz, einfach mal selbst zu kegeln. Denn auch wenn ich als erwachsener Mann immer noch hauptsächlich von Senioren umgeben kegle, habe ich den Spaß daran niemals verloren.